Der City-Tunnel Leipzig – lediglich ein Mammut-Bauwerk oder auch eine praktische Zugverbindung für alle Fahrgäste?

Die Verbindung zwischen Stadt und Land liegt vielen Menschen am Herzen, denn entweder wohnt man auf dem Land und möchte in die Stadt zur Arbeit pendeln oder man lebt in der Stadt und möchte zur Erholung aufs Land. Der City-Tunnel Leipzig soll eine direkte und schnelle Verbindung von und zur Innenstadt Leipzigs sein. Dies war die Grundidee dieses Bauprojekts, welches bereits 1995 geplant wurde. Die Mobilität von Berufstätigen und Pendlern sollte mit der Zugverbindung rund um Leipzig verbessert werden. Aber auch die Attraktivität des Leipziger Umlands soll durch den Tunnelbau für Touristen und Besucher erhöht werden.

Der Bauträger will mit dem Zug-Tunnel-Projekt beweisen, dass sich Beweglichkeit, Flexibilität und Nachhaltigkeit sowie umweltfreundliche Ressourcen-Nutzung nicht ausschließen, sondern gut ergänzen können.

Mein City-Tunnel Leipzig

Die Grundideen des City-Tunnels Leipzig sind die Verbesserung des Schienennahverkehrs und der Einsatz von umweltfreundlichen Elektrozügen.

Auch wenn die Bauzeit 10 Jahre dauerte und die Gesamtkosten 935 Millionen Euro betrug, so zahlen sich die Investionen in dieses Bauprojekt schließlich aus. Der Einsatz von fortschrittlichen und modernen Elektrozügen verdeutlicht das Konzept der Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit und stellt eine deutliche Entlastung des Autoverkehrs insbesondere in der Leipziger Innenstadt dar.

Doch nicht nur das Geschäfts- und Arbeitsleben kann mit der Nutzung des Tunnels erleichtert werden, sondern auch die Freizeitgestaltung kann enorm erweitert werden. Anwohner in der Stadt können bequem am Wochenende ins Leipziger Umland fahren und die Natur genießen. Menschen, die auf dem Land wohnen, können mit dem Zug ins Zentrum fahren, um einzukaufen oder kulturelle Events wahrzunehmen. Somit ist eine Weiterentwicklung des Wohn- und Geschäftsumfeldes in und rund um Leipzig erkennbar. Durch den Bahntunnel ist für Fahrgäste vieles einfacher und schneller erreichbar. 

Der City-Tunnel Leipzig, welcher 2013 fertig gestellt wurde, verbindet nicht nur die Innenstadt mit dem Umland, sondern stellt auch eine direkte Anbindung zu vielen Orten und Städten in Sachsen und im benachbarten Bundesland Sachsen-Anhalt dar. Dazu gehören beispielsweise Zwickau, Bitterfeld, Halle, Wurzen. Altenburg, Hoyerswerde, Oschatz und Eilenburg. Dabei werden auch Naherholungsgebiete rund um Leipzig sowie das Messegelände und der Flughafen angefahren.

Durch den 5.279 Meter langen City-Tunnel Leipzig verlaufen auf der Nord-Süd-Achse zwischen Bayerischen Bahnhof und Hauptbahnhof insgesamt 6 S-Bahnlinien.

Leipzig stellt im Freistaat Sachsen die Stadt mit den meisten Einwohnern dar und wollte mit dem Zug-Tunnel-Projekt ein Vorreiter hinsichtlich Mobilität und Nachhaltigkeit sein.

Der City-Tunnel Leipzig soll auch den Straßenverkehr in der Innenstadt entlasten, weshalb die wichtigen Stationen sowohl unter- als auch oberirdisch angefahren werden. 

  • Die unterirdischen Haltstellen des City-Tunnels Leipzig, welche zwischen 17 bis 22 Meter lang sind, sind am Hauptbahnhof, am Markt, am Wilhelm-Leuscher-Platz sowie am Bayerischen Bahnhof.
  • Die oberirdischen Haltestellen sind Semmelweisstraße und Theresienstraße.

Die Bahnsteiglänge je Haltestelle beträgt 140 Meter. Der Bahnsteig des Hauptbahnhofs ist jedoch 215 Meter lang und kann sogar auf 400 Meter verlängert werden. 

Fazit – Wie bei anderen Bauprojekten auch, konnte die geplante Bauzeit und die Baukosten beim City-Tunnel Leipzig nicht eingehalten werden. Aber die Vorteile des Zug-Tunnels überwiegen deutlich. Eine gute Verbindung zwischen Stadt und Land muss aber Nachhaltigkeit und Mobilität nicht ausschließen. Der City-Tunnel Leipzig beweist, dass eine Ergänzung und Zusammenfügung dieser beiden Faktoren zu einem hervorragenden Resultat führen kann. 

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