Stuttgart (ots) –

Um Antworten darauf zu finden, was von Kunden als gut und was als verbesserungswürdig empfunden wird, haben die beiden marktführenden Magazine promobil und CARAVANING eine große Studie zur Kundenzufriedenheit durchgeführt. Die Studie im Rahmen der Leserwahlen, an denen mehr als 18.000 Leserinnen und Leser teilgenommen haben, belegt eine überwiegend erfreuliche Stimmung, offenbart aber auch Defizite. Während die Qualität von Reisemobilen und Caravans insgesamt als hoch eingeschätzt wird, gibt es dem Votum der Teilnehmenden zufolge beim Service durchaus Nachholbedarf.

„Erstmals wurde eine solche Studie, in der es explizit um die Zufriedenheit von Reisemobilisten und Caravanern geht, aufgesetzt“, erläutert promobil-Chefredakteur Dominic Vierneisel. „Das aktuelle Spannungsfeld macht diese Studie insbesondere so interessant: Einerseits erlebt Caravaning einen enormen Boom und ist so populär wie nie. Andererseits ist auch die Caravaning-Branche von Engpässen in der Lieferkette und infolgedessen von Lieferverzögerungen betroffen. Besonders die Handelsbetriebe an der Schnittstelle zwischen Herstellern und Kunden setzt dies unter Druck.“

Der Reisemobil-Industrie und dem Caravaning-Handel geben die Erfahrungen der Kunden klare Handlungsanweisungen mit auf den Weg. Denn bei den Befragten handelt es sich um erfahrene Kenner: 98% informieren sich regelmäßig in promobil, 87% in CARAVANING und größtenteils haben die Teilnehmenden bereits mindestens zwei Fahrzeuge besessen. Abgefragt wurde die Zufriedenheit der Camper bezogen auf drei wichtige Themenkomplexe: Produktqualität, Kauf und Service.

Sowohl die Reisemobilisten als auch die Caravanbesitzer zeigen sich in der Befragung überwiegend zufrieden mit der Qualität ihrer Fahrzeuge. Auf einer Skala von 1 (sehr unzufrieden) bis 10 (sehr zufrieden) zeugen Indexwerte von 8,12 Punkten bei Reisemobilen und mit 8,35 bei Caravans von hoher Zustimmung. Fast die Hälfte der Besitzer sind mit ihrem Reisemobil zufrieden, 42 Prozent sogar sehr. Bei den Caravanbesitzern zeichnen sich ähnliche Werte ab: 40 Prozent äußern sich zufrieden, starke 51 Prozent sogar sehr zufrieden.

Dennoch hatte mehr als die Hälfte der Besitzer in den vergangenen zwölf Monaten ein Problem mit dem Fahrzeug. Bei den Reisemobilen wird die Bordelektrik als Ursache dafür genannt, gefolgt vom Basisfahrzeug, dem Möbelbau, Fenstern und Dachhauben, dem Kühlschrank, der Wasseranlage, der Heizung, der Aufbautür, Undichtigkeit, Markise und Gasinstallation. Auffällig ist die zunehmende Defektanfälligkeit neuerer Fahrzeuge beim Möbelbau und bei der Bordelektrik – verglichen mit Mobilen, die älter sind als vier Jahre. Gute Verarbeitung ist 75 Prozent der Teilnehmer beim Kauf des nächsten Reisemobils am wichtigsten.

Während viele Interessierte die hohen Kosten, die gestiegenen Preise und den fehlenden Abstellplatz als Hauptgründe gegen einen Kauf nennen, sind die Kunden mit den Caravaning- und Reisemobilhändlern mehrheitlich zufrieden. Dabei wird der Kauf beim Fachhändler vor Ort (über 70 Prozent) bevorzugt, aber auch Messen spielen als Kaufort eine wichtige Rolle.

Seit 2020 kommt es aufgrund fehlender Teile stellenweise zu verzögerten Fahrzeugauslieferung an Händler und Endkunden. Durchaus überraschend werden in der Studie die Einhaltung der vereinbarten Lieferfrist und die Verfügbarkeit des Wunschcaravans bzw. Wunschreisemobils mehrheitlich als gut bewertet. Am wenigsten zufrieden sind die Kunden mit der Einweisung bei der Fahrzeugübergabe.

Ein Zufriedenheitsindex beim Service (6,9 Punkte bei Reisemobilen und 7,55 Punkte bei Caravans) stellt zwar per se kein schlechtes Resultat dar. Verglichen mit den Bereichen Produktqualität und Kauf sind in diesem Themenkomplex die Zustimmungswerte bei den Teilnehmenden der Studien aber geringer. Immerhin ist die Mehrzahl der Kunden zufrieden mit der Betreuung durch den Handelsbetrieb. Ganze 18 Prozent der Reisemobilbesitzer und 10 Prozent der Eigentümer von Caravans finden den Service indes verbesserungswürdig.

Interessant ist die Einschätzung der Teilnehmenden, wie sich der Service in den letzten Jahren verändert hat. Die Tendenz ist klar und eher unerfreulich: Diejenigen, die die Entwicklung der Servicequalität positiv sehen, sind klar in der Minderheit. 36 Prozent bewerten sie bei Reisemobilen sogar als kritisch. Da ist es gut, wenn ein eigener, anerkannter Lehrberuf die Branche bzw. Werkstatt als Beschäftigungsumfeld bald attraktiver macht. Die ersten Anwärter starten in diesem Sommer ihre Ausbildung zum Caravan- und Reisemobiltechniker. „Die Zufriedenheits-Studie zeigt sehr deutlich, dass die Betriebe insgesamt mehr in Service- und Werkstattkapazität investieren müssen“, betont promobil-Chefredakteur Dominic Vierneisel.

Die Ergebnisse werden nun in den aktuellen Ausgaben (4/2023) von promobil und CARAVANING vorgestellt, die ab dem 8. beziehungsweise 14. März 2023 im Handel und zudem im Shop der Motor Presse Stuttgart erhältlich sind (shop.motorpresse.de, auch als ePaper).

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Quelle: ots

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